Armbalancen gehören zu den Haltungen, die deinen Geist genauso herausfordern wie deinen Körper. Du brauchst Kraft und Ausrichtung im gesamten Körper, damit diese Haltungen funktionieren. Sie sind auch ein Ort, an dem es leicht ist, deiner Angst die Kontrolle zu überlassen, wenn du nicht mit einer natürlichen Begabung fürs Balancieren auf den Händen zum Yoga kommst. Auch wenn sie in vielen Yogastunden vermittelt wird, kann sich Bakasana (Kranich- oder Krähenhaltung) trotzdem unerreichbar anfühlen.
Natürlich kannst du, wie bei so vielen Dingen im Yoga, die Flexibilität und Kraft entwickeln, die für Armbalancen nötig sind. Wenn du eine regelmäßige Praxis hast, besonders in einem intensiven Stil wie Ashtanga oder Vinyasa, hast du wahrscheinlich bereits die grundlegenden körperlichen Fähigkeiten, die nötig sind, um in Bakasana zu balancieren. Was viel herausfordernder sein kann, ist der Versuch, den Gleichgewichtspunkt zu finden, an dem sich dein Körpergewicht befinden muss, um dein Gleichgewicht zu finden. Diese Haltung hat die Eigenschaft, Nervosität auszulösen, wenn du dazu neigst, dir Sorgen ums Hinfallen zu machen.
Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sowohl deinen Geist als auch deinen Körper zu trainieren. Wenn du auf eine herausfordernde Haltung im Yoga hinarbeitest, musst du in der Lage sein, dir selbst vorzustellen, wie du sie erfolgreich ausführst, und ihr mit Zuversicht begegnen, bevor du das Wirklichkeit werden lassen kannst. Andernfalls wirst du oft damit kämpfen, die Haltung für dich funktionieren zu lassen.
Auf einer rein körperlichen Ebene können Haltungen wie Bakasana dich dazu befähigen, deine Komfortzone zu verlassen und neu zu definieren, wozu du fähig bist (in diesem Fall, auf deinen Händen zu stehen). Betrachtet man es in einem eher metaphysischen Kontext, gibt es dir die Chance, über deine eigenen Zweifel und Ängste hinwegzufliegen, dem entgegen, was vor dir liegt.
Wenn du dich auf die Haltung vorbereitest, kann es helfen, dir selbst einzugestehen, dass es sich wirklich wie ein Sprung ins Ungewisse anfühlt, da du deinen Körper an einen neuen Ort bringen wirst. Gib dir einen Moment, um zu schätzen, dass sich dieses Gefühl sowohl aufregend als auch besorgniserregend anfühlen kann. Denk zurück an das letzte Mal, als du etwas getan hast, das dir wirklich wichtig war. Du hast dich beim ersten Versuch wahrscheinlich leicht ängstlich gefühlt. Aber die Belohnung hat das anfängliche Zögern mehr als wett gemacht. Diese Haltung kann dir helfen, dich an dieses aufkeimende Gefühl der Aufregung zu erinnern.
Hier sind ein paar Haltungen und Tipps, die dir helfen:
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Ananda Balasana (Glückliches-Baby-Haltung) Vorteile: Diese Haltung hilft, deine Hüften zur Vorbereitung auf Bakasana zu öffnen. So geht's: Lege dich auf den Rücken. Atme aus und ziehe deine Knie zur Brust. Atme ein und umfasse mit den Händen die Außenseiten deiner Füße. Lass deine Knie etwas breiter als hüftbreit öffnen und drücke sie sanft Richtung Achseln. Drücke mit den Füßen nach oben und mit den Händen nach unten, um vorsichtig deine Hüften zu öffnen. Halte 30 Sekunden bis eine Minute, löse dann. |
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Malasana (Girlanden-Haltung) Vorteile: Yogalehrerin Kathryn Budig empfiehlt dies, um dir zu helfen, die korrekte Ausrichtung für die Haltung ohne den Balance-Aspekt zu finden. So geht's: Gehe in die Hocke. Die Innenseiten deiner Füße sollten sich berühren. Mit deinem Gewicht auf den Fußballen (deine Fersen können den Boden berühren oder nicht), lass deine Knie weit genug öffnen, um deinen Oberkörper zwischen ihnen abzusenken und den Boden zu berühren. Bringe deine Hände vor dir auf die Matte und runde deine Wirbelsäule. Halte für acht Atemzüge, löse dann. |
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Bakasana (Kranich-Variation) Vorteile: Diese Version der vollständigen Haltung hilft dir, die richtigen körperlichen Aktionen zu finden. So geht's: Beginne damit, einen Block auf deine Matte zu legen. Platziere beide Füße auf dem Block, die Innenseiten deiner Füße berühren sich. Platziere deine Handflächen flach auf der Matte vor deinen Füßen. Gehe in eine Hocke mit den Knien etwas breiter als dein Oberkörper. Schmiege deinen Körper zwischen deine Knie. Achte darauf, dass deine Hände schulterbreit auseinander sind. Spanne deine Bauchmuskeln an. Versuche, einen oder beide Füße vom Block zu heben. Steige nach 30 Sekunden vom Block ab und löse die Haltung. |
Lass die Angst los. Wie Budig sagt, ist der Boden nicht so weit weg. Du bist stabiler, als du denkst, aber selbst wenn du fällst, wird es dir gut gehen. Stell dir vor, du bist ein Vogel auf einer Luftströmung – die Luft selbst hilft, dich zu tragen.
Bleib dran. Übung macht wirklich (fast) den Meister. Deine Ausrichtung in dieser Haltung zu finden, kommt durch Ausprobieren. Versuche jedes Mal herauszufinden, in welche Richtung du fällst, und korrigiere es.
Denk daran, dass es beim Erlernen jeder neuen Haltung eine Lernkurve gibt. Vielleicht hast du das Gefühl, nicht voranzukommen, aber du kommst voran. Jedes Mal, wenn du an Bakasana arbeitest, lernt dein Körper einen Teil dessen, was er wissen muss, um zu fliegen.






